Gute Arbeit bei der BVG ist kein Luxus – sondern Voraussetzung für eine funktionierende Stadt

Fast genau ein Jahr nach Einbringung des Antrags debattieren wir im Abgeordnetenhaus erneut über die Arbeitsbedingungen bei der Berliner Verkehrsbetriebe. Und wieder geschieht das während laufender Auseinandersetzungen. Das allein ist ein Armutszeugnis für diesen Senat.

Wer täglich frühmorgens oder spätabends mit Bus und Bahn unterwegs ist, weiß: Der Berliner ÖPNV steht unter enormem Druck. Doch besonders deutlich spüren das die Beschäftigten. Lange Schichten, kurze Erholungspausen, ständige Störungen, Ausfälle – und obendrauf noch der Frust der Fahrgäste.

Statt diese Realität endlich ernst zu nehmen, betreibt der Senat Verkehrspolitik auf dem Rücken der Mitarbeitenden. Während die Beschäftigten um bessere Arbeitsbedingungen ringen, beschäftigt sich die Koalition mit der Abwicklung des Mobilitätsgesetzes, blockierten Radwegen und symbolpolitischen Nebelkerzen.

Gute Arbeitsbedingungen sind die Grundlage für einen funktionierenden ÖPNV

Alle Landesbetriebe müssen Vorbild für gute Arbeit sein – erst recht die BVG. Das Ergebnis der Verhandlungen zum Manteltarifvertrag wird zeigen, ob es echte Verbesserungen gibt. Klar ist: Gute Arbeitsbedingungen sind kein Bonus, sondern Voraussetzung für ein verlässliches Angebot.

In einem umkämpften Arbeitsmarkt entscheidet die Qualität der Arbeitsbedingungen darüber, ob Fachkräfte bleiben oder gehen. Wer will, dass die BVG aus der Krise kommt, muss in die Menschen investieren, die Berlin jeden Tag am Laufen halten.

Deshalb stehen wir solidarisch an der Seite der Beschäftigten.

Vielleicht täte es manchen in der Koalition gut, weniger Pressetermine auf Betriebshöfen zu machen – und stattdessen zuzuhören. Wer Busfahrerinnen für ihre Arbeit lobt, muss auch dafür sorgen, dass sie diese gesund, sicher und ohne Dauerstress ausüben können.

Berlin braucht einen Senat, der anpackt – nicht einen Autosenat, der die Beschäftigten im Stich lässt.

Hier geht es zur gesamten Rede: https://youtu.be/1NX06lqsBdw

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=acOCJG7GBiU