Friedrichstraße: CDU korrigiert die Fehler der eigenen Verkehrspolitik

17.11.2025

Zur schrittweisen Umgestaltung der Friedrichstraße erklären Christoph Wapler, Sprecher für Wirtschaftspolitik, und Antje Kapek, Sprecherin für Verkehrspolitik:

„Wir begrüßen, dass CDU und SPD sich nun endlich auch mit einem nachhaltigen Konzept für die Friedrichstraße beschäftigen, nachdem Sie die Verkehrsberuhigung des Vorgängersenats wieder rückgängig gemacht hatten. Dass die CDU Parkplätze entfernt, um Platz für Gehwege und Bäume zu schaffen, zeigt eine erfreuliche Hinwendung zu einer vernünften Stadtentwicklung. 

Damit ist allerdings auch klar: Kai Wegners Versuch, die Politik der Vorgängerregierung rückabzuwickeln, ist krachend gescheitert. Jetzt endlich korrigiert die CDU ein Stück weit ihre eigene verfehlte Verkehrspolitik, die den Niedergang der Friedrichstraße als Einkaufsstraße deutlich beschleunigt hat und die Straße zudem in in eine Gefahrenzone verwandelt hat. Mit 49 Unfällen mit Personenschäden ist die Friedrichstraße die gefährlichste Straße Berlins und damit auf Platz 8 in ganz Deutschland. Wo Durchgangsverkehr dominiert, bleibt die Aufenthaltsqualität auf der Strecke. Kein Wunder, dass hier niemand mehr gerne shoppen geht. Nur wo sich die Menschen wohlfühlen, da geben sie auch Geld aus. Das durchfahrende Auto bringt keinen Umsatz. 
 
Der Vorschlag des Senats ist allerdings zu klein gedacht. Wenn die City Ost rund um Friedrichstraße und Gendarmenmarkt wieder lebendig und attraktiver als heute werden soll, braucht es mehr als diesen ersten Schritt. Wir erwarten, dass zumindest dieser schritt jetzt auch umgesetzt wird und nicht nur angekündigt: Weder im Entwurf des Doppelhaushalts noch in der Investitionsplanung gibt es dafür bislang eine Finanzierung.“