Die Beschäftigten der Servicegesellschaften von Vivantes – VSG, SVL und VivaClean – leisten jeden Tag unverzichtbare Arbeit. Sie sorgen dafür, dass unsere Krankenhäuser funktionieren: Sie reinigen, transportieren, warten Technik und sichern die Logistik. Ohne sie läuft nichts.
Und doch werden sie seit Jahren schlechter bezahlt als ihre Kolleg*innen im Mutterkonzern. Seit Jahren gibt es Versprechen: Angleichung an den TVöD. Eingliederung der Tochtergesellschaften in den Konzern. „Schnellstmöglich“, heißt es immer wieder.
Die Realität sieht anders aus.
Die Beschäftigten, die heute vor dem Abgeordnetenhaus standen, sind zurecht wütend. Sie haben genug von Sonntagsreden und politischen Absichtserklärungen. Wer in öffentlichen Unternehmen arbeitet, muss sich darauf verlassen können, dass politische Zusagen gelten.
Für uns ist klar:
Die Servicegesellschaften gehören zum Kernbereich von Vivantes. Sie sind keine Peripherie. Wer für den Krankenhausbetrieb unverzichtbar ist, muss nach dem gleichen Tarif bezahlt werden und in den Konzern integriert werden.
Dass die Beschäftigten streiken, ist kein Skandal – es ist die logische Folge jahrelanger Verzögerung. Verantwortung für die finanzielle Lage Berlins tragen nicht die Reinigungskräfte, die Fahrerinnen oder die Technikerinnen. Es kann nicht sein, dass die Krankenhausfinanzierung auf dem Rücken derjenigen ausgetragen wird, die ohnehin wenig verdienen.
Berlin will Vorbild für gute Arbeit sein. Dann müssen wir genau hier liefern.
Jetzt braucht es:
- einen verbindlichen Fahrplan zur Angleichung an den TVöD
- die schrittweise Eingliederung der Töchter in den Konzern
- faire und ernsthafte Verhandlungen mit den Beschäftigten
Keine Ausreden mehr. Keine neuen Vertröstungen.
Gute Arbeit ist keine Phrase – sie muss Realität werden.
Hier geht es zur gesamten Rede: https://youtu.be/WP0j8lHZuqg